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Melenk, Hartmut / Christ, Eugen Hgg. Die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg feierte ihr 20jähriges Bestehen mit einem Seminar zum Thema „Deutsche Sprache im Donauraum“, das vom 20. bis 23. November 2008 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg stattfand und zu dem DozentInnen, DeutschlehrerInnen und Lehramtsstudierende aus Rumänien, Ungarn, Kroatien und Serbien eingeladen waren. Der vorliegende Band enthält die Beiträge zu diesem Seminar sowie die Vorträge der abschließenden Festveranstaltung. Das erste Hauptthema des Seminars (nach der Eröffnung und der thematischen Einführung) sind kurze Berichte zur Situation der deutschen Sprache in den Bildungssystemen der genannten Länder. Da die deutschsprachigen Minderheiten zum Teil ausgewandert sind und zum Teil Deutsch als Erstsprache aufgegeben haben, ist die deutsche Sprache dort nur noch teilweise als Muttersprache und überwiegend als Zweit- oder Fremdsprache präsent. Ihre aktive Verfügbarkeit wird durch das jeweilige Bildungssystem mehr oder weniger wirksam unterstützt. Dabei ist hilfreich, dass das kulturelle Gedächtnis der Angehörigen der deutschen Minderheit noch lebendig ist und dass Organisationsstrukturen wie deutschsprachige Schulen, Klassen und Kindergärten noch bestehen und heute von Kindern nicht nur der Minderheit, sondern auch der Bevölkerungsmehrheit besucht werden. Auf diese Weise hat die Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur im Donauraum eine privilegierte Stellung, die aber nicht selbstverständlich ist, sondern die aktiv unterstützt werden muss. Zentrale FunktionsträgerInnen für den Deutschunterricht und das Deutschstudium in den einzelnen Ländern berichten über die Strukturen der Deutschlehrerausbildung, die Möglichkeiten der Lehrerfortbildung, die quantitative und qualitative Situation des Deutschunterrichts in Schulen und Kindergärten. Dabei entsteht ein Gesamtbild mit vielen Facetten, die subjektiv getönt und nicht plan geschliffen sind. Der zweite Hauptteil des Seminars enthält Berichte über Projekte, deren gemeinsamer Nenner die Förderung der deutschen Sprache und Kultur in Rumänien, Ungarn, Kroatien und Serbien ist. Kooperationsprojekte zwischen Hochschulen mit dem Schwerpunkt der deutschsprachigen Lehrerausbildung gehören dazu, wobei das Interesse auf deutscher Seite auch darin liegt, dass die Situation der Mehrsprachigkeit und deren positive Bewältigung für deutsche Schulen ein ebenso großes Problem darstellt wie für die Schulen im Donauraum. Eine zweite Gruppe von Projekten ist auf theater- und medienpädagogische Projekte bezogen. In den Aktivitäten dieser Bereiche werden mehrere Sinne gleichermaßen angesprochen; sie sind in der Freizeit ebenso wichtig wie in der Schule; die Sprach- und Kulturförderung ist hier besonders intensiv. Es wird deutlich, dass viele Einzelprojekte auf ein gemeinsames Ziel bezogen sind und ein mehr oder weniger geschlossenes Ganzes bilden. Im abschließenden Teil schließlich werden die Aufgaben und Projekte der Donauschwäbischen Kulturstiftung dargestellt, und es wird deutlich, dass die Themen des Seminars im Zentrum dieser Aufgaben stehen.
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